Die Daten dieser Chronik basieren auf Vereinsakten (Protokolle, interne Mitteilungsblätter), Angaben ehemaliger Präsidenten (Waldemar Feusi, Josef Gutmann, Klaus Wenzler), ehemaliger Mitglieder (Peter Kamer, Kurt Müller), dem Startarchiv Winterthur und gesammelter Informationen aus dem Internet.

Wichtige Daten rund um den Verein

  • 1659: Ein Mönch namens Chen Juan Bin soll drei Samurai in die Technik des waffenlosen Kampfes eingewiesen haben. Fukuno Ryu, Miura Ryu und Isogai Ryu, so die Namen der drei Samurai, begannen dann jeweils eigene Schulen aufzubauen und es entwickelte sich im Laufe der Jahre ein System mehrerer Schulen, die zum Teil zusammenarbeiteten, aber auch konkurrierten. Einige Schulen pflegten aber auch weiterhin den bewaffneten Kampf. Ungefähr zu dieser Zeit soll sich der Name Jiu-Jitsu etabliert haben.
  • 1860: Jigoro Kano wird am 28. Oktober als 3. Sohn des Jirosaku Mareshiba Kano in Mikage geboren
  • 1882: Jigoro Kano gründet seine eigene Schule, den Kodokan („Ort zum Studium des Weges") in Tokio. Er nennt seine Kunst Judo. Jigoro Kano entfernt die im Jiu-Jutsu enthaltenen gefährlichen Techniken. Dies ermöglicht ein Training oder einen Zweikampf, ohne dass grössere Verletzungen zu befürchtet werden müssen.
  • 1925: Der koreanische Student Hanho Rhi (1898 - 1960) kommt in die Schweiz
  • 1927: Hanho Rhi führt in der Schweiz Judo ein
  • 1929: Hanho Rhi gründet mit 12 Schülern in Zürich den ersten Judo Klub der Schweiz: Judo Sport Klub Zürich (Judo und Jiu-Jitsu)
  • 1930: In Japan werden die ersten Judomeisterschaften ausgetragen
  • 1937: Gründung Schweizerischer Jiu-Jitsu Verband (SJJV, heute SJV). Hanho Rhi wird erster Präsident.
  • 1938: Auf der Rückreise nach Japan stirbt Jigoro Kano an einer Lungenentzündung
  • 1943:
    • Gründung des Kantonalzürcherischen Verbandes für Leibesübungen (KZVL, heute ZKS). Der Zweck besteht primär im Verteilen der Sport-Toto-Gelder.
    • Am 1. Dezember 1943 wird der Judo Club Winterthur gegründet. Gründungsmitglied Karl Leopold Wyder wird erster Präsident. Das Dojo befindet sich im Luftschutzkeller unter der Schützenwiese. Da Judo als Aussenseitersport gilt, ist es aus Sicht des Schulamtes nicht weiter schlimm, dass die Trainings in einem Luftschutzkeller stattfinden müssen. Die Verantwortlichen versuchen immer wieder, von der Stadt Zugang zu einer Turnhalle zu erhalten.
  • 1944: Aufnahme des Judo Club Winterthur in SJJV
  • 1951: IJF (International Judo Federation) wird gegrüdet. Die Schweiz ist Gründungsmitglied.
  • 1958: Im Herbst wird die Tribüne auf dem Sportplatz Schützenwiese fertiggestellt. Schon bald darauf wird das Dojo ins Untergeschoss dieses Gebäudes verlegt. Von den Trainierenden wird von den „Katakomben“ des FCWs gesprochen.
  • 1960: Die erste Frau nimmt das Training im Verein auf. Kopfzerbrechen für Präsident Karl Wyder, da er darauf achten muss, dass beim Duschen und Umkleiden keine Kollisionen entstehen.
  • 1962: Erstes Karate-Training im Judo Club Winterthur (erste Karate-Gruppe in der Deutschschweiz)
  • 1963: Zürcher Clubs gründen 1. Kantonalen Judo Verband (ZKJV heute ZJV)
  • 1964: Erste olympische Medaille eines Schweizers (Eric Hänni, Silber)
  • 1966: Namensänderung in Judo, Karate und Jiu Jitsu Club Winterthur
  • 1967: Abspaltung der Karatesektion in neuen Verein 'Karate und Budo Club Winterthur'
  • 1968: Organisation Schweizer Judo Einzelmeisterschaft in der Turnhalle Kantonsschule Rychenberg Winterthur
  • 1970: Abspaltung des 'Karateclub Shotokan Winterthur' aus dem 'Karate und Budo Club Winterthur'
  • 1973: Durchführung eines Mannschaftsturniers mit Mannschaften aus In- und Ausland anlässlich des 30 jährigen Clubjubiläums
  • 1975:
    • Unerwarteter Tod des Gründungsmitgliedes Karl Wyder, der bis dahin den Verein als Präsident geführt hat
    • Abspaltung einiger Judokas in neuen Verein 'Judo Club Oberwinterthur'
  • 1977: Wachsendes Interesse an Jiu Jitsu. Nach Antrag an GV Einstellung eines auswertigen Jiu Trainers (Hans Roth, Polizist aus Zürich)
  • 1978: Abspaltung einiger Judokas in neuen Verein 'Judo Club Seuzach', Gründer ist Judotrainer Antonio Rodinelli
  • 1979: Turbulenzen im/um Vorstand und Austritt dreier Vorstandsmitglieder (Klaus Wenzler, Otto Meier, Eugen Müller). Eugen Müller muss mit einem Anwalt seine Ansprüche mit dem JJCW regeln. Keine Vereinsakten vor dieser Zeit mehr vorhanden.
  • 1985: Anschaffung 140m2 neuer Matten
  • 1988: Fusion mit 'Judo Club Oberwinterthur'
  • 1987: Umbau des Dojos unter der Tribüne Schützenwiese. Umzug in temporäres Dojo im Luftschutzkeller Schützenwiese („Bunker“).
  • 1989:
    • Durchführung der neu ins Leben gerufenen Damen Judo Schweizer-Einzelmeisterschaft in Winterthur
    • Dojo unter der Tribüne Schützenwiese wird nach Abschluss des Umbaus wieder bezogen (Dojotür nach hinten versetzt und Vitrinen installiert)
  • 1992: Erneuerung des JJCW Logos
  • 1993: Organisation Schweizer Mannschafts-Meisterschaftsfinal in der Rennwegturnhalle Winterthur anlässlich des 50-jährigen Jubiläums
  • 1996: SJV wird im JJIF (Ju-Jitsu International Federation) aufgenommen
  • 1997: Letzte Ausgabe gedruckter Clubnachrichten
  • 2000: Judo und Ju-Jitsu Demonstration an der Winti-Messe 2000
  • 2001:
    • Homepage www.jjcw.ch kommt online, Ersatz für gedruckte Clubnachrichten
    • Ju-Jitsu Demonstration an der Winti-Messe 2001
  • 2002: JJCW Weekend in Saignelégier
  • 2003: Renovation des Dojos und Anschaffung 140m2 neuer Matten mit Untermatten. Ganzes Dojo wird weiss gestrichen, neue Bänke und eine Musikanlage montiert.
  • 2004:
    • Erneuerung des JJCW Logos, Umbenennung von 'Judo & Jiu Jitsu Club Winterthur' zu 'Judo & Ju-Jitsu Club Winterthur'
    • JJCW Weekend in Saignelégier
  • 2007: Auflösung der Judokurse in der Klubschule Migros Winterthur. Trainer des JJCW leiteten dort bis dahin Trainings. Einige Kinder wechseln zum JJCW.
  • 2008: Ju-Jitsu Demonstration an der Winti-Messe 2008
  • 2013: Organisation Schweizer Ju-Jitsu und Kata Meisterschaften in Neftenbach
  • 2015: JJCW Weekend in Saignelégier
  • 2016: Nicolas Baez kommt auf Platz 5 der Ju-Jitsu Fighting Weltrangliste
  • 2017:
    • Erneuerung der Homepage
    • JJCW Weekend in Saignelégier
  • 2018: Organisation Schweizer Ju-Jitsu und Kata Meisterschaften und Feier des 75-jährigen Jubiläums in den Eulachhallen Winterthur. Die Vereinschronik wird aufgearbeitet und dieses Dokument erstellt.

Vereinspräsidenten

  • 1943-1975: Karl Leopold Wyder (Geb. 21.2.1919, Gründungsmitglied und 1. Präsident bis zu seinem unerwarteten Tod am 9.8.1975)
  • 1975-1975: Fritz Maier
  • 1976-1977: Waldemar Feusi (Ehrenpräsident)
  • 1978-1978: Otto Maier
  • 1979-1979: Klaus Wenzler
  • 1980-1983: Josef Gutmann (Ehrenpräsident)
  • 1984-1986: Thomas Rohner
  • 1987-1987: Marco Stoll
  • 1988-1991: Andreas Weidmann
  • 1992-1995: Amato D'Isola
  • 1995-2008: Peter Egli (Ehrenpräsident)
  • 2009-2010: Thomas Gasser
  • 2011-2012: Matthias Graber
  • 2013-2016: Mathis Fluck
  • 2017-heute: René Widtmann
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